Reinoldimahl 2008
Im jährlichen Rythmus treffen sich alle Alderleute, Jungerleute, Ehrengildner, Ehrenmeister und Gildner zum Reinoldimahl im Stadthaus zu Dortmund.
Grevener Zeitung: „Reinoldimahl: Schwere Kost im Rathaus Von Gaby Kolle am 12. Mai 2008 12:00 Uhr
DORTMUND Schwere Kost gab‘s am Freitagabend beim Reinoldimahl im festlich dekorierten Bürgersaal des Rathauses. Nicht wegen der „Düörpm‘schen Piäpper Potthast“, die die Reinoldigilde traditionell ihren rund 300 Gästen reichen lässt. Nein, es war der Festvortrag.

Foto: Laryea
Über den Klimawandel, das Problem und seine Lösung sprach Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber. Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und klimapolitische Berater der Bundesregierung warnt seit Jahren vor den dramatischen Folgen der Erderwärmung. Und auch viele Gäste des Reinoldimahls nahmen aus der Rede eines der renommiertesten Wissenschaftler des Landes mit: Die Lage ist um einiges mulmiger als sie dachten.
Info: Was ist die Reinoldigilde?
Fotostrecke: Bilder vom Reinoldimahl im Rathaus
Die Menschen spielen russisches Roulette mit der Erde. Nur ein schnelles Umsteuern kann das Schlimmste verhindern und in Deutschland gar eine neue Gründerzeit anstoßen, so Schellnhubers Credo. Mit der ersten und zweiten industriellen Revolution, dem Verbrennen von Kohle, später auch von Gas und Öl habe der Mensch begonnen, die Balance der C0²-Atmosphäre zu kippen. Das System sei geladen.
Ohne Gegensteuern werde sich der Globus in den nächsten Jahrhunderten oder Jahrtausenden auf bis zu sechs Grad erwärmen – mit unvorhersehbaren Folgen für die „Achillesfersen“ unseres Planeten, wie das Tibet-Plateau, die Polarkappen oder den Amazonas Regenwald, und für den Anstieg des Meeresspiegels. 1 Grad Erderwärmung lässt ihn um 20 m steigen. Schellnhuber: „Zwei Meter könnten wir schon in diesem Jahrhundert bekommen.“
Was bleibt also zu tun? „Das Unbeherrschbare vermeiden und das Unvermeidbare beherrschen“, sagt der gelernte Physiker. Das heißt: „Wir müssen einen Anstieg der durchschnittlichen weltweiten Temperatur von mehr als 2 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit bis 2050 vermeiden“ – verbunden mit dem Ziel eines fairen CO²-Emissionshandels. Das sei die Leitplanke der EU.
Zudem müsse der Mensch sich anpassen an das Unvermeidbare, Küstenzonen umplanen, die Landwirtschaft überdenken, die Infrastruktur anpassen, Häuser sowie Autos anders bauen und erneuerbare Energien effizienter nutzen. Deutschland sei bei diesen Technologien inzwischen in der Welt führend und könnte beim Export für lange Zeit eine unangefochtene Spitzenposition einnehmen, meint Schellnhuber.
Und noch etwas zeigt, dass er nicht nur schwarz sieht: Der 57-Jährige ist vor gut zwei Wochen zum ersten Mal Vater geworden.“


Guido Baranowski, Obermeister der Reinoldigilde, begrüßte am Dienstag, den 24. Januar 2012 im Dortmunder Adlerturm 20 neue Gildner und Gildnerinnen.
Am Aschermittwoch, den 22. Februar 2012 findet das Annuarium der Reinoldigilde um 18.00 Uhr in der Dortmunder Volksbank statt.
Am Freitag, den 04. Mai 2012 findet das historische Reinoldimahl in bewährter Tradition ab 18.00 Uhr im Rathaus der Stadt Dortmund statt.
Obermeister Guido Baranowski gratuliert im Namen der gesamten Reinoldigilde und wünscht dem Jubilar für die Zukunft Gesundheit, Glück und Erfolg.
Am Donnerstag, den 24. Februar 2011 findet das Annuarium der Reinoldigilde um 19.00 Uhr in der Dortmunder Volksbank statt.
Am Montag, den 14. Februar 2011 trifft sich die Meisterrunde um 18.00 Uhr im TechnologieZentrumDortmund.
Auch in diesem Jahr werden die von bestehenden Gildnern vorgeschlagenen Neuaufnahmen wieder feierlich im Adlerturm zu Dortmund bestätigt.
Im Rahmen mehrtägiger Feierlichkeiten von Freitag, den 19. November bis Montag, den 22. November, ernannte Papst Benedikt XVI. Erzbischof Reinhard Marx und 23 weitere Geistliche zum Kardinal.
Jährlich treffen sich die Gildner zum Herbstempfang in der Reinoldikirche.
Auch in diesem Jahr wurden die von bestehenden Gildnern vorgeschlagenen Neuaufnahmen wieder feierlich im Adlerturm zu Dortmund bestätigt.